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Der Heureka Outperformance Fonds verlor im Vergleich zum Vormonat -19,5%.

Im Februar fiel der deutsche DAX -24%, der amerikanische S&P500 -20,5%. Der Februar war ein fürchterlicher Monat für Aktien. Er wird in die Börsengeschichte eingehen. Ursache war die Coronavirusepidemie und der weltweite Wettlauf der Länder, ihre Wirtschaft herunterzufahren. So sollen Sozialkontakte reduziert werden. Das führte in vielen Ländern beinahe zu einem Stillstand der Wirtschaft. Alle Aktien und Anleihen niedriger Bonität wurden ausverkauft. Besonders betroffen waren Sektoren wie Öl, Auto, Fluglinien, Reiseverkehr, Rohstoffe, Banken und Einzelhändler.

Wie wird es jetzt weiter gehen? Irgendwann in den nächsten Wochen bzw. Monaten wird die Erholung einsetzen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass das bisherige Tief am 17.3. das Jahrestief war. Im Heureka-Fonds wurden und werden Umschichtungen in Aktien vorgenommen, die besonders tief gefallen sind und enormes Erholungspotential besitzen. So sind in den USA Modemarken, etwa Guess oder American Eagle Outfitters, um bis zu -90% gefallen. Solche Einzelhändler und andere Unternehmen haben sicher dieses Jahr Probleme und werden Verluste erleiden. Sie werden aber diese Krise sehr wahrscheinlich überleben. Ein ähnliches Schnäppchen ist eine der größten europäischen Immobilienaktiengesellschaften, Unibail-Rodamco. Unibail-Rodamco ist etwa Eigentümer der SCS in Vösendorf und des Donauzentrums in Wien. Der Kurs ist mehr als 2/3 in wenigen Wochen gefallen. Die Dividendenrendite betrug zum Kaufzeitpunkt 18%. Solche Positionen wurden in den letzten Tagen neu aufgebaut. Auch Versicherungsaktien verloren teilweise dramatisch, meist mindestens 2/3, etwa die holländische Aegon, die französische CNP oder die englische Aviva. Auch diese Aktien wurden gekauft, ebenso Shell, sehr nahe am Tiefstkurs der letzten 25 Jahre.

Wäre es möglich gewesen, bei rechtzeitiger Reaktion die Heureka-Verluste im Februar niedriger zu halten? Vielleicht bei vorsichtigerem Handeln. Aber auch die Risiken nicht investiert zu sein, sind in solchen schwer berechenbaren Krisen groß. Die Tagesschwankungen, selbst für große Aktienindizes, betrugen zuletzt manchmal 10%. Falls man so einen Erholungstag versäumt, ist es schwer, ihn wieder aufzuholen. Es erscheint ratsamer, die Chancen dieser Krise zu nutzen. Die Chance für zukünftige starke Wertsteigerungen bei Heureka besteht darin, in Aktien umzuschichten, deren Kurse aufgrund der Verkaufspanik zufällig und ungerechtfertigt am meisten unter die Räder kamen.

Herbert Autengruber