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Der Heureka Outperformance Fonds verlor im Mai im Vergleich zum Vormonat -4%.

Im Mai verlor der deutsche DAX -4,7%, der japanische Nikkei -6,7% und die US Technologiebörse Nasdaq -8,3%.

Ursachen waren Gewinnmitnahmen aufgrund der Kursanstiege seit Jahresbeginn. Das ist nicht untypisch für die Jahresmitte. Vielleicht etwas früher als erwartet. Dazu kamen überraschende Twitter-Nachrichten von US-Präsident Trump. Drastisch erhöhte Zölle auf chinesische und angedrohte auf mexikanische Waren. Was die tatsächlichen Motive sind, ist nicht immer klar. Momentan scheinen die Drohungen vor allem als Druckmittel in Verhandlungen zu dienen. Gegenüber China, um vermutlich mehr amerikanischen Waren dorthin zu verkaufen, gegenüber Mexiko, um den Zustrom von Immigranten zu vermindern. Die Börse hat jedenfalls verschreckt darauf reagiert. Die letzten Wirtschaftsdaten aus China wirkten dämpfend. Die chinesischen Importe sind im Jahresverlauf um -8% gefallen. Kein typisches Zeichen einer boomenden Wirtschaft. Auch unter Anlegern in Deutschland ist die Stimmung eher schlecht. Die Aussichten der deutschen Konjunktur wurden seit 2010 nicht mehr so negativ eingeschätzt (Sentix Umfrage unter Anlegern). Beim Brexit wird die Situation immer verworrener. Allerdings steht diese offene Frage nicht mehr im Mittelpunkt des momentanen Börseninteresses.

Im Heureka Portfolio gab es vereinzelte Gewinner. So konnte gazprom deutlich zulegen. Der russische Gasriese hat die Verdoppelung seiner Dividende angekündigt. Goldaktien legten Ende Mai überraschend zu. Argentinische Staatsanleihen konnten sich stabilisieren. Die frühere Präsidentin C.F. Kirchner hat angekündigt, in den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen nur mehr als Stellvertreterin zu kandidieren.

Verluste gab es im Heureka Portfolio im Gleichklang mit dem Markt besonders bei Zertifikaten auf den japanischen Nikkei, Finanzwerten wie Commerzbank und Rohstoffwerten wie Glencore.    

Tatsächlich gibt es zahlreiche günstig bewertete Aktien am Markt, nicht zuletzt aufgrund der Schwächephase der letzten Wochen. Für mutige Käufe scheint es, außer bei ausgewählten Werten, noch zu früh. Negative und positive Überraschungen sind jederzeit möglich. Trump wird den chinesischen Staatschef Ende Juni treffen. Gut möglich, dass er dann „großartige Verhandlungserfolge“ meldet und sich die Situation plötzlich wieder entspannt. Daran schließt sich der Juli an, meist der stärkste Börsenmonat im Sommer.

Herbert Autengruber