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Der Heureka Outperformance Fonds verlor im Dezember zum Vormonat -9%.

Im Dezember verloren die US Technologiebörse Nasdaq -10%, der deutsche Dax -8%, der japanische Nikkei -9,5%.

Der Verkaufsdruck im Dezember war sehr stark. Wahrscheinlich wollten viele Investoren vor Jahresende noch verkaufen. Dadurch ergab sich anstatt der üblichen Stärke im vierten Quartal eine ungewöhnliche Schwäche. Die Fundamentaldaten rechtfertigen keine derartige Reaktion. Während in Europa die Unternehmensgewinne (z.B. im Stoxx 600) im Gesamtjahr wahrscheinlich um ca. +10% gestiegen sind, sind die Aktienkurse um  ca. -20% gefallen. Das ist eine sehr ungewöhnliche Entwicklung.

Momentan ist die Lücke zwischen der Bewertung der aktuellen Geschäftslage der Unternehmen und den zukünftigen Erwartungen extrem groß (laut deutschem IFO Index, Werte von Mitte Dezember). Das heißt, obwohl die Konjunktur gut läuft, sind die Unternehmen beim Ausblick extrem pessimistisch. Die Werte beim zukünftigen Ausblick entsprechen den Tiefpunkten während der Griechenland/Eurokrise in 2012. Der bevorstehende chaotische Brexit, der Handelsstreit zwischen USA und China und der aktuelle shutdown der US Verwaltungsbehörden mit unbekannter Länge dürften gemeinsam mit den deutlich gefallenen Aktienkursen diese Stimmung bewirken.

Die Chance auf eine Gegenbewegung bei den Aktienkursen in den nächsten Wochen ist intakt. Der US shutdown könnte mit einem Kompromiss über die Grenzmauer zu Mexiko täglich beendet werden. Beim Brexit ist zu hoffen, dass bald eine Entscheidung fällt. Beim Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint Trump aktuell etwas zurück zu rudern.

Tatsächlich sind einige Aktienwerte, besonders in zyklischen Sektoren, billig und losgelöst von typischen Bewertungen. Deutsche Banken stehen etwa so tief, wie während der Finanzkrise 2008 und Eurokrise 2012. Eine deutliche Erholung ist wahrscheinlich, falls die verschlechterte Stimmung nicht dauerhaft die Wirklichkeit verändert.

Herbert Autengruber