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Der  Heureka Outperformance Fonds gewann gegenüber dem Vormonat +0,9%.

Der Start ins neue Jahr gelang wesentlich freundlicher als im Vorjahr. Da der Trend des Jänners durchaus statistisch signifikant für das Gesamtjahr ist, ist das eine gute Nachricht. Während der Dow Jones Ind. im Jänner unverändert blieb, ging es mit der NASDAQ dem Technologieindex deutlich mit über +3% nach oben. Gut lief es auch für die meisten Schwellenländer. Der EuroStoxx 50 Index lag im Jänner leicht im Minus, Italien deutlich im Minus.  

Von der Konjunkturseite lief es in Europa besser als noch vor wenigen Monaten vorhergezeigt, sowohl beim Wirtschaftswachstum also auch bei der Abnahme der Arbeitslosenquote.

Im Heureka-Portfolio konnten die speziell für die Jahreswende gekauften Titel überwiegend zulegen. Rückschläge gab es für das Portfolio allerdings bei amerikanischen Pharmawerten. Neben rein unternehmensinternen Gründen, herrscht im Sektor Unsicherheit aufgrund einiger widersprüchlicher Signale des US Präsidenten Trump. Einerseits könnte der Rückbau von Obamacare kommen, also der US Krankenversicherung für alle. Andererseits macht sich Trump öffentlich für Preissenkungen bei Medikamenten stark. Weil die Pharmabranche aber traditionell zu den größten Sponsoren der Republikaner zählt, wird es wohl kaum dick kommen und einige der Pharmatitel sind sehr günstig. Im Rückwärtsgang befanden sich griechische Staatsanleihen. Obwohl der Primärüberschuss des Budgets 2016 über Plan liegt, schaden Sticheleien zwischen der griechischen Regierung und dem deutschen Finanzminister einer deutlichen Erholung, der immer noch günstigen Anleihen. Stark zeigten sich dagegen argentinische Staatsanleihen.

Wie wir es dieses Jahr vermutlich weitergehen? 2017 ist für Europa ein Superwahljahr. In den Niederlanden, Frankreich und Deutschland finden Parlamentswahlen statt. Viele Augen sind natürlich auf die USA gerichtet. Nachwahljahre wie 2017 waren bisher meist gute Aktienjahre, allerdings mit einer kleinen Schwäche im 1. Quartal. Unter all den widersprüchlichen Wahlversprechungen Trumps glaube ich, dass die Steuersenkungen wirklich kommen werden. Das sollte für steigende Unternehmensgewinne und steigende Aktienkurse sorgen. Klarheit darüber besteht aber erst in einigen Monaten. Die Langzeitwirkung von Zöllen können da schon schwieriger abgeschätzt werden. Hohe Zölle führten häufig zu höheren Preisen, weil reduzierter Wettbewerb. Höhere Inflation würde vermutlich höhere Zinsen bewirken, wovon wiederum Banken und Versicherungen profitieren. Ein Indiz mehr, dass das Ende des über 30 jährigen Abwärtstrend bei den Zinsen bevorsteht.

Herbert Autengruber