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Der Heureka Outperformance Fonds gewann im Vergleich zum Vormonat +1,5%.

Der Juni war in den meisten Aktienindizes deutlich positiv. Das war überraschend. Im DAX etwa waren die letzten sechs Juni davor alle negativ. Weil Heureka gegen einen schwachen Juni abgesichert war, konnte nur ein Teil der Aufwärtsbewegung mitgemacht werden.

Es gab fundamental kaum Neuigkeiten. Am ehesten stachen Aussagen der Notenbank heraus. Die EZB zeigte sich kämpferisch. Sie will bei einer Verschlechterung der Wirtschaft wieder entschlossen eingreifen. Die US Notenbank Fed zeigte sich vorsichtig und unentschlossen. Die meisten Marktteilnehmer rechnen als nächsten Zinsschritt eher mit einer Senkung. Das ist aber noch nicht ausgemacht. Jedenfalls führten diese Aussagen zu Gewinnen bei sicheren Staatsanleihen, obwohl deutsche Staatsanleihen in den meisten Laufzeiten ohnehin schon negativ verzinst waren. Auch die unberechenbaren Richtungswechsel von US Präsident Trump hinterließen Spuren im Markt. Öl machte eine kleine Achterbahnfahrt insbesondere aufgrund des drohenden Konflikts mit dem Iran. Die Zinssenkungsphantasie und Kriegsängste belebten den Goldpreis, der im Juni einen überraschenden Anstieg um +7% verzeichnete. Beim G20 Treffen in Japan, Ende Juni, gab sich Trump wieder versöhnlicher als in den Wochen zuvor. In den Verhandlungen mit China scheint wieder etwas mehr stille Diplomatie am Zug zu sein. Vermutlich eine der Gründe für die positive Entwicklung im Juni.

Goldminen waren auch die größten Gewinner im Heureka Portfolio, darunter ein Gold ETF, Alacer Gold und die südafrikanische Harmony Gold. Auch Apple konnte zweistellig zulegen. Argentinische Anleihen erholten sich weiter. Ein möglicher radikaler wirtschaftlicher Richtungswechsel nach den Wahlen im kommenden Oktober erscheint unwahrscheinlich. Zu den deutlichen Verlierern zählte die deutsche Accentro Real Estate.  

Insbesondere in den USA stehen wir beim S&P500 und der Nasdaq unmittelbar vor starken charttechnischen Widerständen. Kommen wir da deutlich drüber, etwa +3%, sieht es kurz- bis mittelfristig rosiger aus. Andere Anzeichen sind nicht schlecht. Positive Junis waren an den meisten Aktienbörsen in den letzten 20 Jahren eher Mangelware. Fanden sie statt, wie dieses Jahr, gab es meist weitere Kursgewinne im 2. Halbjahr.

Herbert Autengruber